Die etablierte touristische Beschreibung
Die Zahl 76 wird von Salzkammergut Tourismus und Oberösterreich Tourismus verwendet. Sie steht für eine weithin bekannte touristische Sicht auf die Seenlandschaft der Region.
Die Recherche hinter dem Buch
Im Rahmen der Buchrecherche wurden 92 benannte und belegbare Gewässer im kulturhistorischen Raum des Salzkammerguts erfasst, persönlich besucht und fotografiert. Häufig ist von 76 Seen die Rede; eine andere Betrachtung nennt 79.
Das sind keine Zahlen im Wettstreit. Jede hält fest, was mit einer bestimmten Frage, Abgrenzung und Quellenlage sichtbar wurde – und auch 92 bleibt eine Momentaufnahme.
Originalrecherche von Christoph-Paul SchmidsbergerStand Juli 2026
Die kurze Antwort: Häufig wird das Salzkammergut touristisch mit 76 Seen beschrieben. Das RIO Institut nennt in einer erweiterten Betrachtung 79. Im Rahmen der dokumentierten Buchrecherche wurden nach eigener, offengelegter Methodik 92 Gewässer erfasst. Die Zahlen widersprechen einander nicht: Sie beruhen auf unterschiedlichen räumlichen Abgrenzungen, Kriterien, Quellen und Zeitpunkten der Beobachtung. Auch 92 ist eine Momentaufnahme mit Stand Juli 2026.
Drei Zahlen, drei Blickwinkel
Keine dieser Zahlen muss die andere widerlegen. Jede beschreibt, was unter einer bestimmten Fragestellung, Abgrenzung und Quellenlage sichtbar und zählbar wurde.
Der Unterschied liegt deshalb nicht einfach zwischen „weniger“ und „mehr“, sondern zwischen verschiedenen Wegen, eine bewegliche Landschaft zu beobachten und verständlich zu machen.
Die Zahl 76 wird von Salzkammergut Tourismus und Oberösterreich Tourismus verwendet. Sie steht für eine weithin bekannte touristische Sicht auf die Seenlandschaft der Region.
Das RIO Institut beschreibt 79 Seen, indem Rötelsee, Wiesensee und Gosaulacke zusätzlich zur verbreiteten 76er-Betrachtung einbezogen werden.
Im Rahmen der hier offengelegten Methodik wurden 92 benannte und belegbare Gewässer im kulturhistorischen Raum des Salzkammerguts erfasst.
Einordnung nach Salzkammergut Tourismus, Oberösterreich Tourismus, dem RIO Institut und der eigenen Erhebung mit Stand Juli 2026.
Die Frage hinter der Zahl
Die Frage klingt zunächst wie eine Rechenaufgabe. Tatsächlich beginnt jede Zählung schon vor dem ersten See mit mehreren Entscheidungen.
Was gefunden und aufgenommen werden kann, hängt vom betrachteten Raum, von den verwendeten Begriffen, den verfügbaren Quellen und vom Zeitpunkt der Beobachtung ab.
Historische, touristische, administrative und naturräumliche Grenzen des Salzkammerguts decken sich nicht vollständig. Eine andere Raumgrenze kann bereits zu einer anderen Zahl führen.
See, Seelein, Lacke, Tümpel oder zeitweise gefüllte Senke: Regionale Namen und landschaftliche Übergänge lassen sich nicht in jedem Grenzfall eindeutig trennen.
Manche Gewässer erscheinen nur bei bestimmten Wasserständen, verändern ihre Fläche, fallen zeitweise trocken oder entstehen durch natürliche Veränderungen neu.
Eine Zählung hängt davon ab, welche Karten, historischen Namen, wissenschaftlichen Arbeiten und Beobachtungen vor Ort zur Verfügung stehen.
Eine touristische Übersicht verfolgt einen anderen Zweck als eine historische Kartenauswertung oder eine Buchrecherche, die gezielt nach kleinen und abgelegenen Gewässern fragt.
Eine Zahl sagt deshalb nicht nur etwas über die Landschaft aus. Sie zeigt auch, mit welcher Frage und mit welchen Möglichkeiten auf diese Landschaft geblickt wurde.
Wertschätzung der bekannten Zahl
Die 76 ist keine falsche oder überholte Zahl. Sie ist eine etablierte touristische Beschreibung der Salzkammergut-Seenlandschaft und steht für eine bestimmte Auswahl, Abgrenzung und Form der Vermittlung.
Eine touristische Übersicht muss eine vielfältige Region verständlich und zugänglich darstellen. Sie verfolgt deshalb einen anderen Zweck als eine Recherche, die gezielt auch kleine, abgelegene oder nur zeitweise deutlich sichtbare Gewässer untersucht.
Die Zahl 92 ersetzt diese Sicht nicht. Sie erweitert sie aus einer anderen Fragestellung heraus. Ohne bisherige Darstellungen, Karten, Namen und überliefertes Wissen wäre auch die spätere Recherche nicht möglich gewesen.
Die Methodik hinter der Zahl
Die Zahl 92 ist kein Anspruch auf Endgültigkeit. Sie ist das Ergebnis einer klar festgelegten Arbeitsweise, die den kulturhistorischen Raum betrachtet und benannte, nachvollziehbar belegte Gewässer einbezieht.
Im Rahmen dieser Methodik wurden 92 Gewässer erfasst, persönlich besucht und fotografiert.
Grundlage war der kulturhistorisch gewachsene Raum des Salzkammerguts über heutige Verwaltungsgrenzen hinweg.
Berücksichtigt wurden Gewässer mit einem eigenen überlieferten Namen – unabhängig davon, ob sie See, Seelein, Lacke oder Tümpel heißen.
Name und Gewässer mussten in aktuellen oder historischen Karten verzeichnet oder in wissenschaftlichen Arbeiten als eigenständiges Gewässer geführt sein.
Jeder berücksichtigte See wurde vor Ort besucht und mit einem eigenen Foto dokumentiert.
Nicht mitgezählt wurden eigens angelegte Bade-, Fischerei- und Freizeitgewässer, Speicherseen sowie unbenannte Wasserstellen.
Auch die Grenze des Salzkammerguts ist keine einfache Linie. Die kulturhistorisch gewachsene Landschaft ist nicht mit einem einzelnen politischen Bezirk und auch nicht nur mit einer heutigen touristischen Teilregion gleichzusetzen.
Für die Recherche wurde der kulturhistorische Raum des Salzkammerguts zugrunde gelegt. Er reicht über heutige Verwaltungsgrenzen hinweg und umfasst Gebiete in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark.
Die Methodik erklärt, wie die Zahl 92 zustande kam. Die vollständige Anwendung auf jedes einzelne Gewässer, seine Einordnung, Fotografien und Geschichten bleibt im Buch dokumentiert.


Eine Landschaft in Bewegung
Seen entstehen, verändern sich, verlanden oder verschwinden. Manche Wasserflächen treten nur zeitweise an die Oberfläche. Am Dachstein ließ der Rückzug der Gletscher neue Seen entstehen; andere Gewässer verändern ihre Gestalt innerhalb weniger Jahre.
Auch Namen können verloren gehen, Quellen neu gelesen und bisher übersehene Gewässer entdeckt werden. Manchmal verändert sich die Landschaft, manchmal verändert sich unser Wissen über sie – meistens geschieht beides zugleich.
Eine Zahl sagt nicht nur etwas über die Landschaft aus. Sie sagt auch etwas darüber aus, wie wir auf diese Landschaft schauen.
Vielleicht liegt gerade darin das Besondere dieser Seenlandschaft: Sie lässt sich zählen, aber nie endgültig festhalten.
Ein See ist der momentane Ausdruck eines größeren Systems an der Oberfläche.
Stand der Erhebung: Juli 2026Die Geschichte hinter der Zahl
Schon als Jugendlicher wollte ich wissen, wie viele Seen es im Salzkammergut eigentlich gibt. Ich suchte nach einem Buch, das nicht nur Attersee, Traunsee oder Hallstätter See zeigt, sondern auch die kleinen, abgelegenen und zeitweise beinahe unsichtbaren Gewässer.
Ein solches Buch fand ich nicht. Also begann ich selbst zu suchen. Aus dieser Suche entstanden 37 Touren zu 92 Seen. Jeden der berücksichtigten Seen habe ich persönlich besucht und mit einem eigenen Foto festgehalten.
Dabei wurde die Zahl immer weniger zum Endpunkt. Im Mittelpunkt standen zunehmend die Geschichte der Gewässer, ihre Veränderungen, ihre Namen und die Frage, was im Salzkammergut überhaupt als See wahrgenommen und überliefert wird.
Die vollständige Dokumentation
92 Seen, 37 Touren und ein neuer Blick auf eine Landschaft, die man zu kennen glaubt. Das Buch lässt sich See für See oder Tour für Tour nutzen und verbindet Wanderungen mit historischen, geologischen und hydrologischen Zusammenhängen.
25,00 €zzgl. Versand: Österreich 5,90 € · Deutschland ab 8,90 €
Auf Wunsch persönlich signiert. Zahlung unkompliziert per Banküberweisung.
Unterwegs mit dem Buch
Eine Reise zu den Seen mit Bildern, historischen Karten und persönlichen Geschichten – begleitet von Musik, die zwischen österreichischer Bergwelt und südländischer Weite ihre Wege findet.
Seenroas mit Los Caminos
Direkt aus dem Almtal
Dein Buch kommt direkt von mir aus dem Almtal – auf Wunsch persönlich signiert und sorgfältig verpackt.
Bezahlt wird unkompliziert per Banküberweisung. Der Versand erfolgt nach Zahlungseingang.
Die Zahlen werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern nach ihrer jeweiligen Fragestellung, Abgrenzung und Quellenlage eingeordnet.
Eigene Recherche: Christoph-Paul Schmidsberger · jeder berücksichtigte See persönlich besucht und fotografiert · Stand Juli 2026. Hinweise auf bislang übersehene benannte Gewässer sind willkommen: post@salzkammergutseen.at
Kurz beantwortet
Die wichtigsten Antworten zur Anzahl, zu den unterschiedlichen Zählweisen und zur Methodik der Buchrecherche.
Häufig wird das Salzkammergut touristisch mit 76 Seen beschrieben. Das RIO Institut nennt in einer erweiterten Betrachtung 79. Im Rahmen der dokumentierten Buchrecherche wurden nach eigener, offengelegter Methodik 92 Gewässer erfasst.
Die Zahl hängt davon ab, welcher Raum als Salzkammergut betrachtet wird, was als eigenständiger See gilt, welche Quellen verfügbar sind, zu welchem Zeitpunkt beobachtet wird und welchem Zweck die Zählung dient.
Die Zahl 76 ist eine etablierte touristische Beschreibung der Seenlandschaft. Sie ist keine falsche Zahl, sondern steht für eine bestimmte Auswahl, Abgrenzung und Form der Vermittlung.
Das RIO Institut beschreibt eine Erweiterung auf 79, indem Rötelsee, Wiesensee und Gosaulacke zusätzlich zur verbreiteten 76er-Betrachtung einbezogen werden.
Im kulturhistorischen Raum des Salzkammerguts wurden benannte Gewässer berücksichtigt, die sich in historischen oder aktuellen Karten beziehungsweise in wissenschaftlichen Quellen als eigenständige Gewässer belegen lassen. Jeder berücksichtigte See wurde persönlich besucht und fotografiert.
Entscheidend waren ein eigener überlieferter Name und ein nachvollziehbarer Status als eigenständiges Gewässer. Die regionale Bezeichnung kann See, Seelein, Lacke oder Tümpel lauten.
Eigens angelegte Bade-, Fischerei- und Freizeitgewässer, Speicherseen sowie unbenannte Wasserstellen wurden nicht in die Zählung aufgenommen.
Nein. Landschaft, Wasserstände, Namen und Wissensstand verändern sich. 92 ist das Ergebnis dieser Methodik und eine dokumentierte Momentaufnahme mit Stand Juli 2026.
Grundlage war der kulturhistorisch gewachsene Raum des Salzkammerguts, der über heutige Verwaltungsgrenzen hinweg Gebiete in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark umfasst.
Die vollständige Einordnung der 92 Seen mit Fotografien, Kompaktinformationen und Geschichten ist im Buch „SALZKAMMERGUT – Seen“ dokumentiert.